Vielleicht liegt es am Alleinewohnen. Oder an der Dunkelheit, die den Tag schon so früh ergreift. Oder an dem Vakuum, in dem ich mich seit Silvester befinde. Alles ist von einem eigentümlichen Misstrauen erfüllt. Selbst das Datum schreibe ich immer richtig, nicht ein einziges Mal bleib' ich am oder im alten Jahr hängen.
Was ich mich frage, ist: Kann ich eine Kiste Wasser alleine tragen? Und wie viele Flaschen sind eigentlich in so einer Kiste? Müsste man das nicht wissen? So, wie man weiß, wie viele Zigaretten in einer Schachtel sind.
Es ist kurz nach sieben an einem Donnerstagmorgen, als ich Schritte auf der Treppe hinter mir höre. Ich halte die Luft an, weil ich damit rechne, jeden Moment in einen Lichtstrahl getaucht zu werden. Das Licht bleibt aus und ich atme - aus, den Rauch und die Anspannung. Ein paar Sekunden später sehe ich eine dunkle Gestalt die Straße entlanggehen, ich muss mich am Geländer festhalten.
Klirrend fällt eine Münze zu Boden. Ich kann nicht loslassen.
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