Jeder Ortswechsel ermöglicht die komplette Neubildung der Persönlichkeit. Wozu man mit sechs Jahren nicht in der Lage war, wird mit zunehmendem Alter immer einfacher, immer möglicher. Auf dem Zeugnis der vierten Klasse hätte man mir die Wahl zwischen meinem alten Ich und einer gänzlichen Neuerfindung lassen müssen, eine völlig neue Identität hätte mir als Option angeboten werden müssen. Ein Kreuz hätte gereicht, hinter Vergangenheit oder Zukunft, alt oder neu, Beständigkeit oder Fortschritt.
Nicht dass man alles Vergangene ruhen lassen, gar vergessen müsste. Wichtig ist nur, das alte vom neuen Leben zu trennen. Man darf nicht leichtfertig mit Informationen jeglicher Art umgehen, darf vor allem nicht die sozialen Vernetzungen unterschätzen. Offenheit ist nicht tabu, aber manches muss nun einmal im Verborgenen bleiben.
Die ganze Zeit überlege ich schon, welche Persönlichkeit ich mir anschaffen könnte. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich frei wählen kann, ob ich überhaupt darüber hinwegsehen kann, dass ich dann nicht mehr ich bin, ich weiß nicht, ob ich bereit bin oder bereit sein kann. Ich weiß einfach nicht, woran man merkt, ob man bereit ist.
Was ich dagegen weiß, ist, dass der Ursprung des persönlichen Unglücks immer man selbst ist. Da bietet es sich ein, jemand anderes zu sein. Klingt vernünftig.
Nicht dass man alles Vergangene ruhen lassen, gar vergessen müsste. Wichtig ist nur, das alte vom neuen Leben zu trennen. Man darf nicht leichtfertig mit Informationen jeglicher Art umgehen, darf vor allem nicht die sozialen Vernetzungen unterschätzen. Offenheit ist nicht tabu, aber manches muss nun einmal im Verborgenen bleiben.
Die ganze Zeit überlege ich schon, welche Persönlichkeit ich mir anschaffen könnte. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich frei wählen kann, ob ich überhaupt darüber hinwegsehen kann, dass ich dann nicht mehr ich bin, ich weiß nicht, ob ich bereit bin oder bereit sein kann. Ich weiß einfach nicht, woran man merkt, ob man bereit ist.
Was ich dagegen weiß, ist, dass der Ursprung des persönlichen Unglücks immer man selbst ist. Da bietet es sich ein, jemand anderes zu sein. Klingt vernünftig.
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